Sebastianusschule - kath. Grundschule Würselen

Schülerparlament

In einer Schule, wo sich alle weitgehend wohl fühlen und in einer ansprechenden und anregenden Atmosphäre arbeiten sollen, müssen auch alle ein Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht haben. Daher gibt es seit dem Schuljahr 2017/2018 an unserer Schule ein Schülerparlament.  Das Schülerparlament trägt zur positiven Gestaltung des Schulalltags bei.

Ideen und Ziele des Schülerparlaments

Partizipation in der Grundschule beinhaltet Mitwirkung, Mitbestimmung und Teilhabe an Entscheidungen, die einen selbst und andere betreffen.

Für die Zielsetzung der pädagogischen Erziehung bedeutet dies:

Der Erwerb und die Ausbildung von Sozialkompetenz und Toleranz,
das Erlernen von selbstbestimmtem Handeln,
die Stärkung der Ich – Kompetenz,
die Befähigung zur Artikulation eigener Interessen,
die Ausbildung von Kritik- und Kommunikationsfähigkeit,
die Entwicklung von Zivilcourage,
die Bereitschaft Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und
erste Grundregeln der demokratischen Mitbestimmung zu erfahren.
Aufgabe der Schule ist es hierbei, partizipative Möglichkeiten in der Schule erkennen und nutzen zu können.

Zusammensetzung

Das Schülerparlament setzt sich zusammen aus den Klassensprechern aller Klassen. In der Klasse werden 2 Schülerinnen oder Schüler zum Klassensprecher gewählt. Die Klassensprecher des ersten Schuljahres sollen spätestens ab dem 2. Schulhalbjahr an den Treffen des Schülerparlaments teilnehmen.

Umsetzung des Schülerparlaments

Das Schülerparlament tagt einmal im Quartal, bei wichtigen aktuellen Anlässen auch häufiger. Begleitet werden die Sitzungen in der Regel durch den Schulleiter und die Schulsozialarbeiterin.

Der Ablauf orientiert sich an den Regeln des Klassenrats.

Das Schülerparlament …

benötigt eine ganze Schulstunde, eventuell mit der Möglichkeit weiterzuarbeiten, wenn ein dringendes Thema noch nicht geklärt ist,
feste Regeln, feste Abläufe und feste Ämter, die von den Kindern ausgeübt werden,
findet in einer Sitzform statt, die für Diskussionen förderlich ist (so, dass jeder jeden sehen kann),
von jeder Sitzung wird ein Protokoll angefertigt (Dokumentation),
zu Beginn jeder Sitzung werden die getroffenen Beschlüsse der letzten Sitzung reflektiert. 

Anfallende Probleme, aber auch Vorhaben, die die gesamte Schulgemeinde betreffen, werden diskutiert und Lösungsvorschläge gesammelt.

Über die Sitzungen werden Protokolle geschrieben und an die Klassen verteilt. Im Anschluss an die Sitzungen des Schülerparlaments müssen die Klassenlehrer ihrer Klasse ausreichend Zeit zur Verfügung stellen, damit die Klassensprecher ihren Mitschülern aus den Parlamentssitzungen berichten können und innerhalb der Klasse darüber gesprochen werden kann.

Jeder Klassenrat kann über die Lösungsvorschläge abstimmen, indem er sich z. B. für einen bestimmten Vorschlag entscheidet. In der nächsten Sitzung des Schülerparlaments berichten die Klassenvertreterinnen und Klassenvertreter über die Abstimmungsergebnisse in ihren Klassen.
Der Lösungsvorschlag, der von den meisten Klassen gewählt wurde, wird im Schülerparlament nun verbindlich festgelegt.

Auf dieses Art und Weise erfahren die Kinder durch die konstruktive Mitwirkung, dass Schule und die Gestaltung schuli­schen Lebens ihre Sache ist, weil sie mithelfen können, ihre Schule so kinderfreundlich und angenehm wie möglich zu gestalten. Auf ihrem Weg zu ­verantwortlichen Mitgliedern der Gemeinschaft werden die Kinder einbezogen und erfahren demokratisches Leben.

Erfolgreiche Aktionen des Schülerparlaments waren u.a. die Auswahl der Spielgeräte für das Spielehaus auf Vorschläge der Sportlehrer*innen sowie die Plakaterstellung zur Reinhaltung der Toiletten.

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