Gemeinsamer Unterricht


                                                   Sebastianusschule
                                              Katholische Grundschule 
                                                   52146 Würselen 
                                                      Bahnhofstr.8 

                                               Gemeinsamer Unterricht

                                                             (GU)                                                                       Stand 2009

Nach dem Leitsatz
„Es ist normal, verschieden zu sein“
möchten wir jedes Kind mit seiner Persönlichkeit, seinen Begabungen, seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten
in unserer Schule aufnehmen und ihm das Recht auf Bildung und Erziehung zukommen lassen.

Seit 1996 werden Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts (GU) an der Sebastianusschule unterrichtet.
Seit dem Schuljahr 2007/08 ist die Sebastianusschule GU-Schwerpunktschule.
Der Entscheidung, ob ein Kind am GU teilnehmen kann, geht ein intensives Verfahren voraus:
Antragstellung, Gutachten,
Entscheidung.
Förderschwerpunkte an der Sebastianusschule sind in der Regel:
• Lernen,
• Sprache,
• emotional-soziale Entwicklung.
„Im Gemeinsamen Unterricht lernt ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen mit Kindern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer allgemeinen Schule. Hierzu erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. Beide erstellen gemeinsam einen individuellen Förderplan für das Kind. Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse und überprüfen regelmäßig die Lernfortschritte des Kindes.“ (Bildungsportal Schulministerium)
Der Gemeinsame Unterricht ist für manches Kind eine sinnvolle Alternative zum Besuch einer Förderschule.
Je nach ihrem Bedarf werden die Kinder entweder zielgleich (Lehrplan Grundschule) oder zieldifferent (Lehrplan Förderschule) gefördert.
Am Ende eines Schuljahres wird geprüft, ob das Kind weiter in der Grundschule gefördert werden kann oder ein Wechsel zur Förderschule bessere Lernchancen bietet.
An der Sebastianusschule werden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowohl im Klassenverband als auch in Kleingruppen oder auch im Einzelunterricht individuell gefördert. Diese Stunden sind fest in Stundenplänen verankert.
Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Klassenlehrerin und der Sonderpädagogin sowie eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern.
Die Anzahl der sonderpädagogischen Förderstunden richtet sich nach dem Förderschwerpunkt (im Durchschnitt 2–3 Stunden wöchentlich pro Kind).
Die inhaltliche Arbeit bezieht sich auf:
• den individuellen Leistungsstand des Kindes,
• auf die Unterstützung im Regelunterricht der Klasse.
Auch im Regelunterricht (ohne Sonderpädagogin) werden diese Kinder individuell gefördert. Sie erhalten differenziertes Lern- und Übungsmaterial.

In offenen Unterrichtsformen gelingt diese Förderung besonders, in z.B.:
• Wochenplanarbeit,
• Stationenlernen,
• Projektarbeit,
• Werkstattarbeit.
Entscheidend für einen erfolgreichen GU ist die Zusammenarbeit zwischen Grundschul- und Förderschullehrern.
Diese Kooperation im Schulalltag ist eine Herausforderung, denn sie verlangt einen fortwährenden Einigungsprozess zwischen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Sichtweisen.

Grundlage der Zusammenarbeit an der Sebastianusschule ist die Akzeptanz des Integrationsgedankens im Kollegium und damit verbunden die Offenheit für die Zusammenarbeit der Grundschulpädagogen mit den Förderschulpädagogen.

Von den Eltern erwartet die Schule besonders im GU - zur Unterstützung der schulischen
Arbeit
• Informationen über das Kind und sein Umfeld,
• Respekt vor der Professionalität der Lehrerin, des Lehrers
• das Zurückstellen der eigenen Interessen zugunsten des gesamten Klassenverbandes
• die Bereitstellung von erforderlichen Arbeitsmaterialien.

Die Entwicklung der Kinder im GU kann nur mit Unterstützung durch die Eltern gelingen.
(s. dazu auch Aussagen des Schulministerium NRW. )


„Sich gegenseitig in seiner Unterschiedlichkeit kennen zu lernen, sich zu unterstützen und als dazugehörig zu akzeptieren, ist die soziale Komponente des gemeinsamen Unterrichts.“ (GU- Land Hessen)